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Eisbahnen

Eisbahnen in Wort und Bild

Eisbahn Geschichten.
Nach Beendigung des II. Weltkrieges begann ein Häuflein Unentwegter in der damaligen sowjetischen Besatzungszone bzw. im Ostteil der Stadt Berlin mit dem Aufbau von Eisschnelllauf - Vereinen. War das Maschinenhaus der großen Eisfläche im Friedrichshain, heute steht dort das Sport- und Erholungszentrum, den amerikanischen Angriffen zum Opfer gefallen, somit hatte man keine Kühlung, versuchte man in den Wintermonaten das Areal bei Minus-Temperaturen zu spritzen und "laufbar" zu machen.Der Autor dieser Zeilen hat dort das A-B-C des Eislaufens erlernt. In den Sommermonaten wurde im Kühlhaus Scharnhorst Strasse trainiert. Die Fläche war nicht größer als eine mittlere Wohnstube und war darüber hinaus noch durch einen Pfeiler in der Mitte der "Stube" gekennzeichnet.

Pankow - Pfeilstrasse
Die im Berlin-Pankow befindliche Eisbahn an der Pfeilstrasse war auch nur bei strengem Frost nutzbar, eine ca. 250m lange Wettkampfbahn auf dem See im Saefkow-Viertel diente einmal als Austragungsstätte der Berliner Meisterschaften. Hier erzielte man fantastische Bestzeiten, versagte doch häufig das Scheinwerferlicht der DEFA und bot damit Abkürzungen auf dem Rundenoval an.


Die schlechte Witterungslage erlaubte keine Durchführung.


Schönheide
Vom 14. bis 18. Januar 1953 war die kleine Erzgebirgsstadt Schoenheide mit seinen rund 10 000 Einwohnern Zeuge der I. Wintersportspartakiade der Sportvereinigung "Einheit".


Schönheide aus der Luft

Geising Domizil der Kufenflitzer.
Meteorologen des Landes haben mit Geising, südlich von Dresden gelegen, eine "Frost" sichere Region erkannt. So sprengte man aus einem Bergmassiv eine große Grube, größer als ein Sportplatz, überflutete diese, gab dem Kind einen Namen und hoffte auf anhaltende kalte Wintermonate.
Die Geschichte des DDR-Eisschnelllaufens , die späteren Erfolge auf den Eisarenen der ganzen Welt bei
Internationalen Wettbewerben, ist eng mit der Geschichte des Hüttenteich's in Geising verbunden.





Aufnahme von der Eispflege in Geising 1958 ( auf der Wechselgraden)
Foto:Dr.P.Hoffmann






Beachtlicher Fortschritt bei der Eispflege auf dem Hüttenteich.




Der Hüttenteich im Herbst 2004.

Werner - Seelenbinder Halle.
1950, zum 1. Deutschlandtreffen der Jugend in Berlin, wurde nach nur halbjähriger Bauzeit, die
Werner-Seelenbinder-Halle eröffnet. Eine damals schon moderne Mehrzweckhalle. Eissportler und Radrennfahrer waren die häufigsten Nutzer. Hier begann der spätere Siegeszug erfolgreicher Kufenflitzer des Landes.




Werner-Seelenbinder-Halle, einst und während der Abwicklung.

Berlin - Hohenschönhausen.
Der Bau der ersten künstlichen Eisschnelllaufbahn in Deutschland begann im Frühjahr 1962. Die nachfolgenden Fotos, während der Bauarbeiten im Sommer 1962 sind sämtlich vom Chronisten dieser Seite aufgenommen worden und urheberrechtlich geschützt.




Im Sommer 1962 begannen die Bauarbeiten für die Eischnelllaufbahn in Berlin-Hohenschönhausen.





Einst war dieses Areal eine Kolonie von "Laubenpiepern" die sich ortsmäßig Neu-Hohenschönhausen und Wilhelmsberg nannten.



Vom angrenzenden St. Markus Friedhof, entlang der heutigen Conrad-Wolf- Strasse bis hin zum Weissenseer Weg entstand das Sportforum.



Das Kleinod unter den Eisbahnen der Welt wurde in der Saison 1963/64 eröffnet.
Hier wurden die Ost-West Ausscheidungswettkämpfe für die gemeinsame deutsche Olympiamannschaft zu den IX. Olympischen Winterspiele Innsbruck 1964 durchgeführt.


Jürgen Fock schickte uns dieses Foto.
Von links nach rechts: Rainer Klehr, Erich Löwenberger, Horst Freese, Heinz Müller, Wilfried Schramm, Gerd Schwesig, Jürgen Fock. Sowj. Trainer.





Innenansicht Eisschnelllaufbahn Berlin-Hohenschönhausen.
Foto : Stefan Müller


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